Nach Hitler-Skandal: Lars von Trier kehrt nach Cannes zurück

Sieben Jahre nach seinen kontroversen Äußerungen auf den Filmfestspielen von Cannes kehrt Lars von Trier zurück an die Croisette. Wie der "Hollywood Reporter" berichtet, wird der dänische Regisseur sein neues Drama "The House That Jack Built" zeigen, allerdings außer Konkurrenz.

Lars von Trier hatte 2011 während einer Pressekonferenz zu seinem Film "Melancholia" für einen Eklat in Cannes gesorgt. In einem scheinbar ironischen Statement bekundete von Trier Verständnis für Adolf Hitler und ließ sich schließlich zu der Äußerung hinreißen: "Okay, ich bin ein Nazi." Anschließend entschuldigte sich der Filmemacher wiederholt für seinen Auftritt und erklärte, selbstverständlich kein Nazi zu sein. Die Leiter des Festivals von Cannes schlossen den Regisseur dennoch für unbestimmte Zeit aus. Bereits vor einer Woche erklärte Festivalleiter Thierry Fremaux in einem Interview mit dem französischen Radiosender Europe 1, er denke, es sei "vielleicht Zeit", Lars von Trier "wieder einen Platz" in Cannes einzuräumen.

"The House That Jack Built" handelt von seinem Serienkiller, der in den 70er- und 80er-Jahren im US-Bundesstaat Washington mehrere Menschen ermordete. Der Film ist unter anderem mit Matt Dillon, Bruno Ganz und Uma Thurman besetzt.

Die 71. Filmfestspiele von Cannes finden in diesem Jahr vom 8. bis 20. Mai statt.

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